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Aus der Presse

AIH aktuell April 2017

1. BILD-Bericht über Lebensversicherungen erweckt falschen Eindruck

Für Wirbel sorgte die BILD-Zeitung Ende März mit ihrem Leitartikel „Ist Ihre Lebensversicherung auch unter Druck?“. Darin hieß es unter anderem, bereits 20 Anbieter säßen in der „Zins-Falle“. Grundlage der Einschätzung war eine Studie der Ratingagentur Assekurata von 2016, worin die finanzielle Situation von 75 Lebensversicherern untersucht wurde. Konkret stützten sich die BILD-Autoren auf eine Kennzahl, in der das Verhältnis von Kapitalerträgen aus Kundengeldern und bestehenden Rechnungszinsanforderungen zum Ausdruck kommt. An den Werten von 0,97 bis 2,49 lasen die Redakteure die Finanzkraft direkt ab.
Assekurata distanzierte sich nun jedoch deutlich von der BILD-Interpretation. Die ausschließlich herangezogene Kennzahl spiegele nur einen Teil der Unternehmens-Finanzkraft wider. Denn zusätzlich stünden den Versicherern erstens noch weitere Kapitalanlageerträge zur Verfügung, zweitens hätten die meisten die Möglichkeit der Quersubventionierung aus anderen Sparten, etwa Risikolebensversicherungen. Fazit: Die alarmistische Aufmachung in der BILD sollte nicht dazu verleiten, die präsentierten Zahlen „als Fundamentalaussage zur Finanzkraft beziehungsweise Bonität einzelner Unternehmen zu missdeuten“.

2. Die größten Kapitalvernichter an deutschen Börsen

Mehr als 32 Milliarden Euro wollen die DAX-Konzerne in den nächsten Wochen ihren Aktionären als Dividenden überweisen. Eine hübsche Summe, die in den meisten Fällen auf solide aufgestellte Unternehmen rückschließen lässt. Allerdings nicht immer, wie die aktuelle „Liste des Schreckens“ zeigt, auf der die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) die 50 größten Kapitalvernichter zusammenfasst: 30 von ihnen haben in den letzten fünf Jahren noch Dividenden ausgeschüttet.
Ebenso wenig wie Dividendenzahlungen sind bekannte Unternehmensnamen Garanten für eine gute Aktienperformance. So verzeichnet der ehemalige Überflieger SolarWorld AG mit minus 99,5 Prozent den größten Wertverlust über die letzten fünf Jahre. Eine horrende Wertentwicklung von minus 98,6 Prozent mussten vor fünf Jahren eingestiegene Aktionäre des Maschinenbauers Singulus Technologies bis heute verkraften. Mit weniger dramatischen, aber auch wenig erfreulichen Zahlen finden sich Air Berlin (minus 75,8 Prozent) und RWE (minus 56 Prozent) auf der Liste.

3. 5 verbreitete Irrtümer, die Versicherungskunden Geld kosten können

Viele Versicherungsnehmer zahlen unnötigerweise zu hohe Prämien oder haben Schutzlücken, die ihnen gar nicht bewusst sind. Von der Kfz- über die Hausrat- bis zur Unfallversicherung: Diese häufigen Irrtümer sollten die Kunden ausschließen:

  1. Eine Unfallpolice leistet nach jedem Unfall mit Verletzungsfolgen.
    Eine Unfallversicherung leistet erstens nur dann, wenn der Unfall dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen verursacht, und zweitens nur nach als „Unfall“ definierten Ereignissen. Je nach Bedingungen können Eigenbewegungen (wie Umknicken) oder Bewusstseinsstörungen ausgeschlossen sein.
  2. Wer grob fahrlässig einen Kfz-Schaden verursacht, hat keinen Versicherungsschutz
    St immt nicht immer: Manche Tarife leisten auch bei grob fahrlässigem Verhalten wie dem überfahren einer roten Ampel. Ein Vergleich lohnt sich also.
  3. Die Haftpflichtpolice deckt auch schleichend entstehende Schäden ab.
    In den meisten älteren Haftpflichtverträgen sind sogenannte Allmählichkeitsschäden ausgeschlossen, lediglich einige neuere Tarife bieten diesen Schutz an.
  4. Bei von Kindern verursachten Schäden springt die Haftpflichtpolice ein.
    Dies gilt nur für Kinder ab sieben Jahr en. Jüngere Kinder sind deliktunfähig, so dass ihre Eltern nicht in Regress genomm en werden können – es sei denn, sie haben ihre Aufsichtspflicht verletzt.
  5. Der Versicherungsschutz setzt mit dem Vertragsbeginn ein.
    Manche Tarife sehen Wartezeiten vor, in denen schon Beiträge gezahlt werden, aber nochkeine oder nur eingeschränkte Leistungen erfolgen.

4. Immer mehr (Solo-)Selbstständige haben immer größere Ruhestandssorgen

Eine Großstudie hat die Altersvorsorge von 71.600 Se lbstständigen in 15 Ländern untersucht. Der Trend geht in Deutschland wie anderswo hin zum Freelancer- und Einzelunternehmertum, denn auf diese Gruppe entfällt der größte Teil des kontinuier lichen Wachstums bei den Selbstständigenzahlen.
So haben hierzulande gut drei Viertel der Selbstständigen keine Angestellten.
Ob wohl das mittlere Einkommen bei 45.000 Dollar liegt, sieht sich nur jeder fünfte Befragte in Deutschland für den Ruhestand gut gewappnet (weltweit sind es 26 Prozent). Konkrete vorsorge betreiben lediglich 40 Prozent (weltweit: 34). Für 15 Prozent stellt der Verkauf ihres Unternehmens das Fundament für den Ruhestand dar.
Angesichts dieser Zahlen nimmt es nicht wunder, dass sich jeder dritte Solo-Selbstständige darauf einstellt, frühestens mit 70 oder sogar gar nicht mit dem Arbeiten aufzuhören – Ruhestand wird damit zum Luxus. Auch daher fordern sowohl die Deutsche Rentenversicherung als auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles eine Rentenversicherungspflicht für Selbstständige. Ob diese alte Forderung noch umgesetzt wird, steht in den Sternen. Die Betroffenen tun mithin gut daran, schon frühzeitig private Altersvorsorgelösungen wie Fondspolicen oder Aktiensparpläne in Anspruch zu nehmen.

5. Jede zweite Auslandsreisekrankenversicherung ist laut Finanztest „sehr gut“

Das hohe Niveau des hiesigen Angebots an Auslandsreisekrankenversicherungen bestätigen die Produkttester von Finanztest in ihrer April-Ausgabe. 88 weltweit gültige Jahresverträge ohne Gesundheitsprüfung und ohne Bindung an andere Reiseversicherungen nahmen sich die Analysten vor. Rund die Hälfte der Tarife wendet sich jeweils an Einzelpersonen und an Familien. Im Fokus standen Leistungen für Kranken rücktransporte, Überführung/Bestattung und Kinderbetreuung ebenso wie die Gesundheitsleistungen, die Transparenz der Vertragsklauseln und die Regelung für Schäden durch Kernenergie, Pandemien und Krieg.
Knapp die Hälfte der 88 Tarife erhielt die Höchstnote, während lediglich 5 schlechter als „befriedigend“ eingestuft wurden. Gegenüber vorherigen Tests von 2014 und 2015 hat sich das Ergebnis damit deutlich verbessert, obwohl manche Prüfkriterien verschärft wurden. „Hausaufgaben erfolgreich gemacht“, könnte man zusammenfassen.

6. Deutsche und Aktien: keine Liebesgeschichte

Obwohl die Niedrigzinsen die klassischen sicherheitsorientierten Investments wie Renten unattraktiv machen, ist die Zahl der deutschen Aktienbesitzer zuletzt gesunken. 8,98 Millionen hielten 2016 Aktien oder Aktienfondsanteile, wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) errechnet hat. 2014 waren es noch 30.000 mehr. Im Jahr 2001 gab es sogar mal fast 13 Millionen Aktionäre – dafür hatte unter anderem der „Manfred-Krug-Effekt“ gesorgt, der die Telekom-Aktie zur „Volksaktie“ machen sollte.
Damit verzichten die Deutschen im Vergleich zu anderen westlichen Nationen auf einen Gutteil Rendite. Über alle Anlageklassen hinweg generieren sie nach Abzug der Inflation gerade mal 2,3 Prozent p. a. Die Finnen dagegen, die prozentual rund dreimal so viele Aktionäre zählen wie die Deutschen, kommen auf 6,9 Prozent. Einen Lichtblick erkennt das DAI immerhin: In der jüngsten Altersgruppe (14 bis 39 Jahre), die vom gesetzlichen Rentensystem nicht viel zu erwarten hat, stieg die Zahl der Aktionäre -von 1,696 auf 1,952 Millionen zwischen 2014 und 2016.

7. Vorsicht bei Änderungen von Lebensversicherungen

Wer wesentliche Merkmale seiner Lebensversicherung vor Ablauf der Zwölfjahresfrist ändert, kann sich nicht auf eine steuerfreie Auszahlung verlassen. Für diese ist der änderungsfreie Ablauf von zwölf Jahren, in denen Beiträge gezahlt werden, Voraussetzung. Wird eine neue Laufzeit oder Versicherungssumme vereinbart, so wird die Uhr wieder auf null gestellt, da damit juristisch ein neuer Vertrag begründet wird. Dies hat der Bundesfinanzhof kürzlich höchstrichterlich bestätigt.

Damit muss sich das klagende Ehepaar mit dem Steuerbescheid abfinden, den es angefochten hatte.
Er bezog sich auf einen Vertrag, den die Eheleute 1981 abgeschlossen, 1989 in puncto Laufzeit und Versicherungssumme geändert und 1990 beitragsfrei gestellt hatten. Als 2001 die Auszahlung erfolgt war, wollte das zuständige Finanzamt das Steuerprivileg nicht anerkennen – wie nun klar ist, mit Recht.

8. Bausparern droht neue Kündigungswelle

Dass Bausparkassen an den in früheren Hochzinszeiten abgeschlossenen Verträgen zu knabbern haben, ist allgemein bekannt. Die Praxis, die „Altlasten“ nach Ablauf von zehn Jahren seit Zuteilungsreife zu kündigen, hat sich mittlerweile mit dem Segen des Bundesgerichtshofs durchgesetzt. Das gleiche Schicksal könnte nun jedoch auch jüngeren Bausparverträgen bevorstehen.
Wie das „Handelsblatt“ berichtet, hat die erste deutsche Bausparkasse angekündigt, sich mit einem juristischen Kniff von jüngeren, aber immer noch vergleichsweise hochverzinsten Verträgen trennen zu wollen. Dazu will sie sich auf eine 11 Störung der Geschäftsgrundlage“ berufen, die durch die Zinspolitik eingetreten sei. Paragraf 313 BGB sieht vor, dass ein Vertrag gekündigt werden kann, wenn sich dessen Grundlagen in bei Abschluss unvorhersehbarer Weise geändert haben. Ob dieser Griff in die juristische Trickkiste gerichtlich Bestand hat und somit eine neuerliche Kündigungswelle anrollt, bleibt abzuwarten.

Stress mit dem privaten Krankenversicherer wegen Augen-OP

31.3.2017 – Eine Fehlsichtigkeit auf beiden Augen von minus 3,00 beziehungsweise minus 2,75 Dioptrien stellt eine Krankheit im Sinne der Musterbedingungen für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeld-Versicherung der privaten Krankenversicherer dar. Die Versicherer sind daher in der Regel dazu verpflichtet, die Kosten einer sogenannten Lasik-Operation zur Beseitigung einer derartigen Fehlsichtigkeit zu übernehmen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) mit Urteil vom 29. März 2017 entschieden (IV ZR 533/15).

Zur Beseitigung ihrer Kurzsichtigkeit hatte sich die privat krankenversicherte Klägerin einer Lasik-Operation unterzogen. Die dadurch entstandenen Kosten in Höhe von rund 3.500 Euro machte sie gegenüber ihrem Versicherer geltend.

Keine Krankheit im Sinne der Versicherungs-Bedingungen?

 

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Das waren die teuersten Katastrophenschäden 2016

29.3.2017 – Sowohl die versicherten als auch die gesamtwirtschaftlichen Schäden durch Natur- und von Menschen verursachten Katastrophen sind in diesem Jahr laut der Sigma-Studie 2/2017 von der Swiss Re im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. In Deutschland sorgten „Ela“ und „Friederike“ für versicherte Schäden von mehr als einer Milliarde Euro.

Kurz vor dem Jahreswechsel hatte die Swiss Re vorläufigen Daten zu den Schäden durch Natur- und Man-made-Katastrophen veröffentlicht (VersicherungsJournal 16.12.2016). Als Katastrophen werden dabei Ereignisse eingestuft, wenn sie bestimmte Schaden-Schwellenwerte überschreiten.

2016: Teures Schadenjahr
In der jetzt erschienenen Sigma-Studie 2/2017 „Natur- und Man-made-Katastrophen 2016“ hat der Rückversicherer einige Zahlen nach oben korrigiert. Der gesamtwirtschaftliche Schaden betrug im vergangenen Jahr demnach 175 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 162 Milliarden Euro, Stand 28. März 2016), der versicherte Schaden 54 Milliarden US-Dollar (knapp 50 Milliarden Euro). Dies liegt deutlich über der Prognose von 158 beziehungsweise 49 Milliarden US-Dollar.

Wie die Swiss Re weiter mitteilte, befanden sich die wirtschaftlichen Gesamtschäden wie auch die versicherten Schäden auf dem höchsten Niveau seit 2012. Durch eine hohe Anzahl schwerer Katastrophen (Erdbeben, Stürme, Überschwemmungen und Waldbrände) in allen Regionen habe sich der Abwärtstrend der vergangenen vier Jahre umgekehrt.

2015 waren der gesamtwirtschaftliche Schaden mit 92 Milliarden US-Dollar (85 Milliarden Euro) nur in etwa halb so groß. Bei den versicherten Schäden lag der Vorjahreswert mit 37 Milliarden US-Dollar (rund 34 Milliarden Euro) um rund ein Viertel niedriger (VersicherungsJournal 31.3.2016).

Als versicherte Schäden werden Sach- und Betriebsunterbrechungs-Schäden verstanden, etwaige Schadenersatzzahlungen aus Haftpflicht- oder Lebensversicherungen sind in den genannten Beträgen nicht enthalten.

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Geplanter Gesetzesentwurf zur Verbesserung der Beistandsmöglichkeiten unter Ehegatten und Lebenspartnern

Im Rahmen eines Gesetzesentwurfes wurde vorgeschlagen, dass sich Ehegatten und Lebenspartner künftig gegenseitig im Notfall vertreten sollen. In der Praxis wird die Bedeutung von Vorsorgevollmachten gesteigert. Durch Vollmachten gibt man seinem Ehegatten sowie Familienangehörigen Entscheidungshilfen mit auf den Weg.

Das Bundeskabinett hat am 15. Februar 2017 eine  „Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag zum Entwurf des Bundesrates für ein Gesetz zur Verbesserung der Beistandsmöglichkeiten unter Ehegatten und Lebenspartnern“ beschlossen.
In der öffentlichen Wahrnehmung wird das geplante Gesetz positive Auswirkungen auf die Erstellung von Vollmachten
haben. Nur durch rechtskonforme Vorsorgevollmachten schafft man umfassende und uneingeschränkte Vertretungsmöglichkeiten. Die Modifizierung der aktuellen Formulierungshilfe soll, so schriftlich im  Änderungsantrag festgehalten, die Wichtigkeit der Vorsorgevollmacht untermauern.
Der Gesetzesentwurf zielt ausschließlich auf kurzfristige Vertretung in Gesundheitsangelegenheiten ab. Dies jedoch
nur unter bestimmten Voraussetzungen und nur für Ehegatten und Lebenspartner. Ziel ist eine Entlastung der Betreuungsgerichte und die Möglichkeit des „Notvertretungsrechts“.

Inhalte in Stichpunkten:

  • Kurzfristige Vertretung ausschließlich in Gesundheitsangelegenheiten und auf das Inland beschränkt. Einwilligung in ärztliche Eingriffe nach der Notfallstabilisierung und Entgegennahme der ärztlichen Aufklärung
  • Zeitliche Begrenzung auf wenige Tage oder Wochen. Es findet sich im Formulierungsvorschlag keine definitive Beschreibung der Dauer
  • Keine Berechtigung soll erfolgen, wenn…
    … die Ehegatten getrennt leben (Beurteilung muss vor Ort stattfinden)
    … der Ehegatte einen entgegenstehenden Willen geäußert hat, z.B. durch Vollmachten
    … der Ehegatte eine andere Person zur Wahrnehmung seiner Angelegenheiten bevollmächtigt hat
    … für den Ehegatten bereits ein Betreuer bestellt ist
  • Keine Vertretungsberechtigung für Familienmitglieder vorgesehen

Sobald eine abschließende Entscheidung und Einführung des Gesetzes erfolgt, werden wir Sie informieren.
JURA DIREKT, 22.02.2017

Versicherung zahlt für Berliner Anschlag

Fünfzehn Jahre nach seiner Gründung im Jahr 2002 muss Extremus, der Spezialversicherer für Sachschäden durch Terrorüberfälle, seinen ersten Schaden zahlen. Der Vorstandsvorsitzende Gerhard Heidbrink bestätigte, dass ein großer Veranstalter von Weihnachtsmärkten eine Police bei Extremus abgeschlossen hat. Extremus ist von dem Anschlag am 19. Dezember 2016 betroffen, bei dem ein Terrorist einen Lkw in den Weihnachtsmarkt am Breitscheider Platz in Berlin fuhr, zwölf Menschen tötete und 48 verletzte. Mit der Entschädigung der Opfer hat Extremus nichts zu tun. Wahrscheinlich erhalten die Betroffenen und ihre Familien auch staatliche Mittel, heißt es in der Versicherungsbranche. Denn die Zahlungen aus der Verkehrsopferhilfe sind auf 7,5 Millionen Euro begrenzt, das reicht nicht.

Der von Extremus zu tragende Sachschaden dürfte relativ gering sein. Vorstandschef Heidbrink wollte keine Einzelheiten nennen, auch den Namen der betroffenen Firma nicht. Das Unternehmen muss aber 50 000 Euro der Belastung selbst tragen. Es wird weniger um beschädigte Stände und Häuser gehen als um die Betriebsunterbrechung, also den Einnahmeausfall durch die Schließung. Experten halten rund 100 000 Euro für wahrscheinlicher als eine Millionensumme.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel
Deutschland gegen Terror falsch versichert

Deutschland gegen Terror falsch versichert21.12.2016 – Der Anschlag in Berlin traf die Branche unvorbereitet. “Nicht unsere Zuständigkeit – fragen Sie lieber den Ausstellerverband”, sagten uns Versicherer und Makler. Was den Terrorschutz anbetrifft, herrscht hierzulande eine verwirrende Vielzahl an Institutionen und Verantwortungen. Es ist an der Zeit, eine einheitliche Regelung für das Terrorproblem zu finden, auch auf der Versicherungsseite, kommentiert VWheute-Redakteur Christoph Baltzer.

 

Terroristen zielen vor allem auf Menschen.

Zwölf Menschen bezahlten den Besuch des Weihnachtsmarkts an der Berliner Gedächtniskirche am Montag mit ihrem Leben, 48 Menschen wurden verletzt. Die Hinterbliebenen und Opfer werden sich an den Haftpflichtversicherer des unschuldigen polnischen Transportunternehmens wenden, ähnlich wie das nach der Amokfahrt in Graz gewesen ist. Ein 26-Jähriger hatte bei seiner Hochgeschwindigkeitsfahrt durch die Grazer Innenstadt drei Personen getötet und 36 verletzt. Auf sieben Mio. Euro wurde der Schaden kurz nach dem Unglück beziffert. Bezahlt hat es der Versicherer des AutosTerrorwaffe auf vier Rädern“).
Für den Berliner Terroranschlag wird die Deckungssumme des Transportunternehmens wohl ausreichen. In Polen sind Personenschäden im Rahmen des Systems der grünen Karte bis zu einer Summe von fünf Mio. Euro pro Person versichert. Höchst wahrscheinlich werden hier die Rückversicherer einspringen müssen. (siehe KÖPFE) Was aber würde passieren, wenn ein Terrorist nicht mit einem Auto mordet, sondern mit einer Bombe oder einer Maschinenpistole?

Seit 1976 entschädigt der Staat Opfer und Hinterbliebene von vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriffen, finanziert wird das zur Hälfte vom Bund und von den Ländern. Doch die staatliche Versicherung ist mit viel Wenn und Aber versehen, vor allem beim Hinterbliebenenschutz. Immer wieder kommt es zu Beschwerden über die Versorgungsämter. In Frankreich sind Terroropfer seit 1990 über den Fonds de garantie des victimes des actes de terrorisme (FGTI) versichert, finanziert über eine Abgabe auf die Kfz- und Wohngebäudeversicherung.

Nach den Terroranschlägen in Paris und Nizza wurde diese Abgabe von 3,30 pro Jahr pro Vertrag auf 5,90 Euro angehoben. In den letzten beiden Jahren war der Fonds stärker in Anspruch genommen worden wie in all den Jahren seines Bestehens zusammengenommen. (siehe DOSSIER) Nach dem Attentat von Nizza (mindestens 86 Tote) haben sich mehr als 2.000 Personen als Geschädigte bei dem Fonds gemeldet. Annähernd zehn Mio. Euro hat der Fonds bislang ausgezahlt.

“Wir müssen dem Hass trotzen – mehr denn je. Für eine offene Gesellschaft eintreten und unsere Werte verteidigen und konsequent vorleben”, schreibt GDV-Geschäftsführer Jörg von Fürstenwerth. Beim Verband sieht man die Verkehrsopferhilfe in der Pflicht. 7.000 Risikoorte versichert der Terrorversicherer Extremus in Deutschland, Schäden wird es wohl durch die umliegenden Hotels geben, die eine Zeit lang keine Gäste aufnehmen können. Den eigentlichen Opfern und Hinterbliebenen steht ein Behörden-Marathon bevor. Nach dem Terror in Berlin sollte man deshalb darüber nachdenken, ob den Terroropfern mit einer einheitlichen Lösung nicht besser geholfen wäre als mit dem Wirrwarr an Zuständigkeiten und Verantwortungen.

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